Das Johanniter-Kinderhaus Waldwichtel zeichnet sich durch seine offene Arbeit mit Kindern aus. Sie sollen die Räume als Entfaltungsmöglichkeiten sehen und individuell erleben. Der Lernraum „Wald und Garten“ ermöglicht den Kindern viele neue Erkenntnisse. Sie entdecken und forschen.
Durch die zukünftige Wald-Nähe des Kinderhauses möchten wir uns von der Natur inspirieren lassen. Ziel der Naturpädagogik ist es, Kindern den Zugang zur Natur zu ermöglichen, ausgedehnt, regelmäßig und fantasievoll.
Wie wird „Natur erleben“ in der Einrichtung umgesetzt?
Während des pädagogischen Alltags findet man Jahreszeitengemäß Naturmaterialien zum Entdecken, experimentieren, basteln, forschen und spielen. Dies dient der Befriedigung der Neugier, sowie die Schulung der Feinmotorik, der kognitiven Fähigkeiten und der Merkfähigkeit.
Des Weiteren werden wir den Lernraum „Wald und Garten“ in den täglichen pädagogischen Alltag mit einfließen lassen. Dies fördert durch die verschiedenen Bewegungsabläufe z.B. beim Klettern, Laufen oder Greifen die Fein- und Grobmotorik.
Während dem Morgenkreis werden die Kinder neben den anderen Kindern auch das Wetter wahrnehmen. Rituale, wie Legebilder zum Wetter, Lieder zur Begrüßung und das tägliche Gespräch über die Gruppe fördern die Merkfähigkeit und die Kinder lernen die Gruppe und das Wetter als auch die Umgebung einzuschätzen.
In Gesprächen, Büchern, Liedern und Fingerspielen werden sowohl das Thema Natur als auch die Jahreszeiten aufgegriffen. Dabei wird neben der Sprache, die musische Bildung und das Verständnis gegenüber der kulturellen Umwelt verstärkt.
Der Lernraum „Wald und Garten“ bietet die Möglichkeit der individuellen Förderung der Kinder. Das Personal wird die Ideen der Kinder pädagogisch unterstützen und ihnen bei Bedarf Anregungen zur Lösungsfindung geben. Dadurch entwickeln die Kinder Selbstbewusstsein und Resilienz.
Was wollen wir damit erreichen?
Die Kinder…
- haben die Möglichkeit Naturmaterialien zu entdecken, sammeln und experimentieren, welches das Grundinteresse des Kindes anspricht.
- entwickeln mit dem Umgang der Natur ein eigenes Körpergefühl und Körperbewusstsein zum Beispiel für Temperaturen und das Wetter
- verbinden Bewegung mit Natur, da der Lernraum „Wald und Garten“ ein fester Bestandteil im Alltag ist.
- steigern ihr Selbstbewusstsein und trauen sich Unbekanntes zu.
- haben Freude an der Natur und schätzen diese Wert.
- lernen alltägliche und Jahreszeiten bedingte Geschehnisse kennen.
- zeigen Kreativität und Phantasie durch das Ausprobieren und Experimentieren.
Naturbegegnungen dienen auch als Grundlage für den Umweltschutz. Die Nachhaltigkeit rückt dadurch immer mehr in den Fokus unserer Einrichtung. Wir verzichten auf Einweg-Plastik, versuchen Müll zu reduzieren und kaufen nachhaltiges Spielmaterial ein.
Bildung für eine nachhaltige Entwicklung (BNE) will Kinder in die Lage versetzen, nachhaltig zu denken und zu handeln. BNE will deshalb solche Kompetenzen fördern, um das eigene Leben, die Gesellschaft und die Zukunft im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung mitgestalten zu können.
Die pädagogische Grundhaltung wird durch die drei Prinzipien Beziehung, Individualisierung und Partizipation am besten beschrieben. Eine Beziehung zwischen Kind und pädagogischen Fachpersonal entsteht durch die Wertschätzung des Kindes und seiner Ideen und Gedanken. Wir möchten Wegbegleiter der Kinder sein und ihnen Raum geben sich entwickeln zu dürfen. Die Offenheit unserer Einrichtung spiegelt sich in uns als „Zuhörer“ und Ansprechpartner wieder, in dem wir die gesamte Familie des Kindes als Teil der Kinderhausgemeinschaft sehen.