Bereit. Für alle Fälle.
Wir sind bereit. Sie auch?
Manche Dinge übt man ein und hofft, dass man sie nie im echten Leben anwenden muss: die Herz-Lungen-Wiederbelebung zum Beispiel. Doch wenn der Ernstfall eintritt, kann man die lebensrettenden Handgriffe abrufen - wie gut, dass man sie trainiert hat! Ganz ähnlich ist es mit der Vorsorge für einen potenziellen Krisen- oder Katastrophenfall: Niemand möchte, dass er eintritt. Aber wenn es doch zu einem längerfristigen Stromausfall, einer Flutkatastrophe oder einem andere Krisenszenario kommt, dann ist es gut, nicht kalt erwischt zu werden. Mit unserem Jahresthema “Bereit. Für alle Fälle.” möchten wir Sie dafür sensibilisieren, wie wichtig es ist, sich auf mögliche Notlagen vorzubereiten. Wir Johanniter tun das auch: Unsere ehrenamtlichen Einheiten im Katastrophenschutz trainieren regelmäßig für potenzielle Einsätze, um zum Beispiel bei solch drastischen Flutkatastrophen wie an der Ahr zu helfen.
Effektiv helfen können wir und andere Organisationen aber nur, wenn Menschen wie Sie mitmachen: Sorgen Sie vor für mögliche Krisenfälle! Warum das wichtig ist und was Sie konkret tun können, erfahren Sie auf dieser Website. Machen Sie mit und seien auch Sie “Bereit. Für alle Fälle.” Sie helfen damit nicht nur sich selbst, sondern auch Ihren Mitmenschen: Denn wenn Sie sich im Notfall für eine gewisse Zeit selbst versorgen können, können sich Behörden, Rettungs- und weitere Einsatzdienste zuerst um die Menschen kümmern, die hilfs- und pflegebedürftig sind. Sie sehen: Es kommt auf jede einzelne Person an!
Kurz definiert: Was ist eigentlich...
Katastrophenschutz
Der Katastrophenschutz ist in Deutschland Aufgabe der Bundesländer, die mit Kommunen, Feuerwehr, Hilfsorganisationen wie der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. und dem Technischen Hilfswerk (THW) zusammenarbeiten. Er greift bei Ereignissen wie Überschwemmungen, Großbränden oder Erdbeben, um Menschenleben zu retten, Schäden zu begrenzen und die öffentliche Ordnung wiederherzustellen. Für den Katastrophenschutz stellen die Johanniter im Norden ehrenamtliche Einheiten, wie z. B. die Schnell-Einsatz-Gruppen (SEG) Sanität, Betreuung oder Rettungsdienst.
Zivilschutz
Der Zivilschutz ist Hoheitsaufgabe des Bundes und eine Form des Katastrophenschutzes im militärischen Einsatzfall. Er wird im Verteidigungs- oder Spannungsfall aktiv und dient dem Schutz der Bevölkerung vor kriegsbedingten Gefahren wie Bombenangriffen. Beispielfälle wären der Bau und die Nutzung von Schutzräumen oder die Warnung vor kriegerischen Handlungen.
Bevölkerungsschutz
Der Bevölkerungsschutz ist der Oberbegriff für den Zivil- und den Katastrophenschutz. Er umfasst ein breiteres Konzept, das nicht nur den Katastrophenschutz, sondern auch den Schutz der Bevölkerung vor großflächigen, längerfristigen oder überregionalen Gefahren (wie Pandemien, Stromausfällen oder terroristischen Angriffen) beinhaltet. Bevölkerungsschutz ist eine gemeinsame Aufgabe von Bund und Ländern. Der Bund ist vor allem für den Schutz bei außergewöhnlichen Gefahrenlagen zuständig, z. B. im Verteidigungsfall (Zivilschutz) oder bei Gefahren, die über ein Bundesland hinausgehen. Während der Katastrophenschutz reaktiv und operativ darauf konzentriert ist, einzelne Katastrophen zu bewältigen und Schäden zu minimieren, ist der Bevölkerungsschutz präventiv und strategisch: Er strebt an, die Sicherheit und Resilienz der Bevölkerung umfassend zu gewährleisten, auch durch Vorsorge und Schutzsysteme für übergreifende Gefahrenlagen. Beide Konzepte ergänzen sich und greifen oft ineinander.
Selbstschutz bzw. Katastrophenvorsorge
Selbstschutz bzw. Katastrophenvorsorge liegt in der Verantwortung jeder einzelnen Person oder jeder Familie. Sie ist wichtig in Fällen wie einem Stromausfall, einer Flutkatastrophe oder einem schweren Sturm, wenn die Hilfe der Behörden und Organisationen verzögert eintrifft und die Zeit bis dahin überbrückt werden muss. Zur Vorsorge zählen zum Beispiel gute Erste-Hilfe-Kenntnisse, das Anlegen eines Notvorrats, das Bereithalten eines batteriebetriebenen Radios oder die Kenntnis von Evakuierungsrouten und Sammelstellen.
Krisen meistert man am besten, indem man ihnen zuvor kommt.
Es kommt auf das gute Zusammenspiel an!
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So helfen wir
Hier stellen wir Ihnen unsere ehrenamtlichen Einheiten im Bevölkerungs- und Katastrophenschutz vor und zeigen Ihnen, wie leistungsfähig unsere Einsatzkräfte sind, wenn Menschen in Not sind.
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So helfen Sie sich und anderen
Was tun in Notlagen, wie einem mehrtägigen Stromausfall, oder im Fall von Naturkatastrophen? Hier lesen Sie, wie Sie sich und andere gut vorbereiten - nur für alle Fälle.
Unsere ehrenamtlichen Einheiten in Zahlen (Auszug)
Stand: 31.12.2023