Johanniter in Weser-Ems gewinnen Nachhaltigkeitspreis
Vielfalt-Netzwerk „JUHnique“ siegt in der Kategorie „Mitarbeitende“
Das Vielfalt-Netzwerk „JUHnique“ des Regionalverbands Weser-Ems hat den erstmals verliehenen Nachhaltigkeitspreis der Johanniter-Unfall-Hilfe gewonnen. In der Kategorie „Mitarbeitende“ setzte sich „JUHnique“ mit 264 Stimmen deutlich gegen die „Nachhaltigkeitstipps des Monats“ des Landesverbandes Baden-Württemberg mit 225 Stimmen und dem „Stadtradeln“ des Ortsverbands Salzgitter (123) durch. „Wir sind total happy. Die Auszeichnung zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sagt Sven Böhmer, Mitglied des Kernteams von JUHnique und hauptamtlicher Qualitätsmanagementbeauftragter im Regionalverband Weser-Ems. Böhmer nahm stellvertretend für das Kernteam die Auszeichnung im Beisein des Regionalvorstands Weser-Ems mit seinen Mitgliedern Wilfried Barysch, Dieter Meyer und Markus Wedemeyer aus den Händen von Bundesvorstand Thomas Mähnert und Andreas Hautmann, Leiter des Strategieausschusses Nachhaltigkeit, entgegen. „Nachhaltigkeit ist für uns als Organisation von zentraler Bedeutung“, betont Thomas Mähnert. „Wir sind fest entschlossen, unsere selbst gesteckten Ziele zu erreichen. Der Nachhaltigkeitswettbewerb spielt dabei eine wichtige Rolle, da er unsere Mitarbeitenden in allen Bereichen aktiviert und motiviert."
JUHnique wurde auf Anregung aus dem Fachbereich Personal im Regionalverband Weser-Ems gegründet. „Wir hatten festgestellt, dass queere Menschen sich nicht getraut haben, sich bei uns zu bewerben“, erzählt Felice Diores, Mitarbeiterin im Fachbereich Personal. Grund ist die Zugehörigkeit der Johanniter zur evangelischen Kirche. „Diese Menschen gingen davon aus, dass sie bei uns in der Organisation nicht erwünscht seien.“ Um sie vom Gegenteil zu überzeugen, gründeten Mitarbeitende aus unterschiedlichen Bereichen, aus Haupt- und Ehrenamt sowie von Ortsverbänden im ganzen Regionalverband das Netzwerk „JUHnique“. Mit dem Wortspiel aus der Abkürzung für Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) und dem englischen „unique“ für „einzigartig“ soll ausgedrückt werden, dass jeder Mensch einzigartig ist und auch als solcher wahrgenommen wird. Das Netzwerk organisiert Veranstaltungen wie das Regenbogen-Frühstück und die Teilnahme an CSD-Paraden in der ganzen Region. Mitmachen kann jeder und jede, die Lust haben. Das Netzwerk steht allen Johanniterinnen und Johannitern aus Weser-Ems offen und ist ausdrücklich nicht nur ein Netzwerk für queere Menschen. „Bei uns ist jeder willkommen“, stellt Sven Böhmer klar.
Insgesamt 38 innovative Projekte aus unterschiedlichen Verbandsebenen und Arbeitsbereichen der Johanniter wurden für den Wettbewerb eingereicht. Neben „Mitarbeitende“ gab es noch die Kategorien „Gesellschaft“, „Klima“, „Kundinnen & Kunden“ sowie „Ressourceneffizienz“. Mehr als 650 Johanniterinnen und Johanniter beteiligten sich an der Abstimmung und setzten damit ein starkes Zeichen für ihr Engagement in Umwelt- und Gesellschaftsfragen. Mit der Vergabe des Nachhaltigkeitspreises setzt die Johanniter-Unfall-Hilfe ein klares Zeichen für eine nachhaltige Zukunft und motiviert ihre Mitarbeitenden, innovative und zukunftsweisende Projekte zu entwickeln und umzusetzen.
Text: Stefan Greiber/Juliane Flurschütz, Foto: Wilfried Barysch