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26.07.2024 | SEG Cottbus

Erster Leuchtturm für Katastrophenschutz übergeben

In Cottbus/Chóśebuz werden 15 Standorte ausgerüstet

Der erste Katastrophenschutz-Leuchtturm im Land Brandenburg ist offiziell eingeweiht. Innenminister Michael Stübgen übergab dazu heute Vormittag an den Oberbürgermeister von Cottbus/Chóśebuz, Tobias Schick, das offizielle Namensschild. Der Katastrophenschutz-Leuchtturm wurde in der Christoph-Kolumbus-Grundschule eingerichtet – die Turnhalle der Schule dient in Zukunft bei Katastrophenfällen als zentrale Anlaufstelle für die Bevölkerung und wird dann als Katastrophenschutz-Leuchtturm betrieben. Die Bürgerinnen und Bürger sollen hier Informationen zur Schadenslage erhalten. Außerdem soll ein Mindestmaß an Daseinsvorsorge bereitgestellt werden. 

Das Schild weist auf den Katastrophenschutz-Leuchtturm hin und benennt anhand von sechs Piktogrammen die Grundfähigkeiten, die jeder Katastrophenschutz-Leuchtturm aufweisen muss: Information, Erste Hilfe, Trinkwassernotversorgung, Notstromversorgung, Wärme und Notruf

So soll jeder Katastrophenschutz-Leuchttürm einen täglichen Betrieb von 12 Stunden gewährleisten. Die hilfesuchende Bevölkerung soll die Möglichkeit haben, sich täglich circa zwei Stunden dort aufzuwärmen, erste Hilfe zu erhalten, sich zur Deckung des lebensnotwendigen Bedarfs mit Trinkwasser zu versorgen, gegebenenfalls mitgebrachte Nahrung zu erwärmen und zu verzehren, Kommunikationsgeräte mit Strom aufzuladen sowie Informationen auszutauschen. Darüber hinaus muss die nach außen gerichtete Sprach- und Datenkommunikation des Leuchtturmes über einen Zeitraum von mindestens 72 Stunden technisch gewährleistet werden.

Insgesamt wird es in der Stadt 15 solcher Leuchttürme geben. Ausführliche Informationen zu den Standorten, der Ausrüstung und den Aufgaben der Katastrophenschutz-Leuchttürme finden sich auf www.cottbus.de/krisenhilfe.

Zu beachten ist jedoch, dass im Katastrophenfall das Internet nur eingeschränkt oder gar nicht zur Verfügung steht. Daher ist die persönliche Vorsorge mit Wasser, Lebensmitteln, Medikamenten oder Kommunikationsmitteln angeraten.

Insgesamt sieht das Land den Bedarf von mindestens 308 Leuchttürmen. Die Verteilung wurde anhand der Bevölkerungsstruktur und der Fläche der jeweiligen Landkreise ermittelt. Dafür stellt das Land Brandenburg den kreisfreien Städten und Landkreisen insgesamt über 40 Millionen Euro zur Verfügung. Einige Landkreise und kreisfreie Städte errichten darüber hinaus in Eigeninitiative 18 zusätzliche Leuchttürme, so dass zum aktuellen Zeitpunkt insgesamt 326 Katastrophenschutz-Leuchttürme errichtet, werden sollen. 

Die Funktionsweise eines Katastrophenschutz-Leuchtturms wird exemplarisch auf dem Tag des Bevölkerungsschutzes am 7. September auf dem Gelände der LSTE am Standort Eisenhüttenstadt vorgestellt.

Hier: Die Johanniter im Katastrophenschutz Cottbus.