Sicher durch die Motorradsaison
Die richtige Helmabnahme kann Leben retten

Regensburg ■ Mit den ersten warmen Frühlingstagen beginnt im März die Motorradsaison – ein Moment der Vorfreude für viele Biker. Doch leider steigt mit der zunehmenden Zahl an Motorrädern auf den Straßen auch das Unfallrisiko. Bei einem Sturz ist schnelle und richtige Erste Hilfe entscheidend. Eine der heikelsten Maßnahmen für Ersthelfende ist die Helmabnahme bei bewusstlosen Personen. Falsches Vorgehen kann schwerwiegende Folgen haben – richtiges Handeln kann hingegen Leben retten. Die Johanniter geben deshalb wichtige Tipps zur richtigen Helmabnahme, um Ersthelfende auf solche Situationen vorzubereiten.
Warum ist die Helmabnahme so wichtig?
Ein Motorradhelm schützt zwar vor schweren Kopfverletzungen, kann aber im Notfall auch eine Gefahr darstellen. Ist eine verunfallte Person bewusstlos, droht Erstickungsgefahr durch blockierte Atemwege oder einen Kreislaufstillstand. In solchen Fällen muss der Helm vorsichtig entfernt werden, um eine Atemkontrolle zu ermöglichen und gegebenenfalls mit der Wiederbelebung zu beginnen.
Schritt für Schritt zur sicheren Helmabnahme
Zunächst sollte geprüft werden, ob die verunfallte Person ansprechbar ist. Bleibt sie ohne Reaktion, ist eine Helmabnahme unumgänglich.
Idealerweise wird diese von zwei Helfenden durchgeführt. Während eine Person den Kopf der verunfallten Person stabilisiert, öffnet die andere den Kinnverschluss und greift vorsichtig an den unteren Rand des Helms. Anschließend wird der Helm langsam und gerade nach hinten abgezogen, wobei der Kopf weiterhin in einer neutralen Position gehalten wird. Nach der Abnahme sollte der Kopf sanft auf dem Boden abgelegt und weiterhin stabilisiert werden. Danach ist sofort der Notruf unter 112 abzusetzen. Falls keine Atmung vorhanden ist, muss umgehend mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung begonnen werden.
Wichtige Hinweise für Ersthelfende
Falls keine zweite Person vor Ort ist, sollte die Helmabnahme mit besonderer Vorsicht durchgeführt werden. Ist die verunfallte Person bei Bewusstsein, sollte sie dazu aufgefordert werden den Helm selbstständig abzunehmen.
Erste-Hilfe-Kenntnisse auffrischen!
Viele Menschen sind sich unsicher, wie sie in einer solchen Situation richtig handeln. Die Johanniter bieten spezielle Erste-Hilfe-Kurse an, in denen unter anderem die richtige Helmabnahme trainiert wird. Eine Auffrischung der Kenntnisse kann im Ernstfall Leben retten – denn jede Sekunde zählt. Mehr Infos zu den Kursen gibt es unter: www.johanniter.de/ostbayern/erste-hilfe
Die Johanniter in Ostbayern
Der Regionalverband Ostbayern ist Teil der Johanniter-Unfall-Hilfe. Mit über 1900 hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an mehreren Standorten und Einrichtungen bieten die Johanniter zahlreiche soziale Dienstleistungen für die Menschen in der Region. Mit Kinder- und Jugendbetreuung, Hausnotruf, ambulanter Pflege, Menüservice, Ausbildung in Erster Hilfe, Patienten-Fahrdienst, Rettungsdienst, Tagespflege und vielen weiteren Angeboten sind die Johanniter in Ostbayern für die Menschen da. Dazu betreiben die Johanniter das Inklusionshotel INCLUDiO in Regensburg und sind mit dem Johannes-Hospiz in Pentling und dem Bruder-Gerhard-Hospiz in Schwandorf auch in der Hospizarbeit tätig. Insgesamt 600 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer engagieren sich in den sechs Johanniter-Ortsverbänden in Großköllnbach, Kelheim, Landshut, Regensburg, Schwandorf und Schwarzenfeld im Rettungsdienst, im Sanitätsdienst, in der Krisenintervention, in den Rettungshundestaffeln, bei den Hunden im Therapieeinsatz, in der Johanniter-Jugend und vielen weiteren Einsatzgebieten für die Menschen.