Karriereweg mit Sinn: Von der Ausbildung zum Studium
Das Beispiel eines Mitarbeitenden im Sachgebiet Hausnotruf zeigt, welche Möglichkeiten die Johanniter für junge Menschen bieten.

Regensburg ■ Stefan Peter hat seinen beruflichen Weg zielstrebig verfolgt: Nach seiner Ausbildung bei den Johannitern hat er nun sein Studium an der Technischen Hochschule Ingolstadt erfolgreich abgeschlossen. In seiner Bachelorarbeit widmete er sich dem Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) der Johanniter – ein Thema, das ihn sowohl beruflich als auch persönlich interessiert.
Der Weg in den Gesundheitsbereich
Schon früh interessierte sich Stefan Peter für den sozialen und gesundheitlichen Bereich. Nach seinem Abitur absolvierte er einen Bundesfreiwilligendienst in einer Werkstätte für Menschen mit Behinderung. „Mein Freiwilligendienst hat mich in meiner Berufswahl nur bestärkt“, erinnert er sich. 2016 begann er dann eine Ausbildung zum Kaufmann im Gesundheitswesen bei den Johannitern.
Nach erfolgreichem Abschluss startete er seine Karriere im Sachgebiet Hausnotruf als Sachbearbeiter. Durch sein Engagement und seine Fachkompetenz stieg er im Februar 2023 zum Assistenten der Sachgebietsleitung auf. In seiner jetzigen Funktion betreut er Kunden, kümmert sich um Neuaufnahmen und unterstützt die Implementierung des Qualitätsmanagements. Zudem übernimmt er zunehmend strategische und personalführende Aufgaben wie Dienstpläne und Mitarbeitergespräche.
Berufsbegleitendes Studium für mehr Fachwissen
Um seine Kenntnisse weiter zu vertiefen, entschied sich Stefan Peter für ein berufsbegleitendes Studium im Bereich Management in Gesundheitsberufen (B.A.). Besonders wertvoll waren für ihn die Fertigkeiten in der Führung von Mitarbeitenden: „Durch das Studium habe ich gelernt, die Mitarbeitenden im Team besser zu fördern.“
Ein besonderes Highlight seines Studiums war seine Bachelorarbeit über das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) der Johanniter. Hierbei arbeitete er eng mit Ramona Koller, Personalreferentin der Johanniter in Ostbayern, zusammen. „Die Idee hatte ich schon vorher, und als 2024 das Betriebliche Gesundheitsmanagement weiter ausgebaut wurde, passte das perfekt“, erklärt Peter.
Fokus auf die Gesundheit der Mitarbeitenden
In seiner Arbeit analysierte Stefan Peter Maßnahmen zur Förderung der psychischen und physischen Gesundheit der Mitarbeitenden. Besonders hervorzuheben seien dabei die Sportangebote und Vorträge zur psychischen Gesundheit am Arbeitsplatz für die Mitarbeitenden. Auch das EGYM Wellpass-Angebot, welches für 25 Euro im Monat Zugang zu Fitnessstudios und Kursen ermöglicht, wurde als wertvolle Maßnahme betrachtet.
Ein entscheidender Impuls für den Ausbau des BGM war eine interne Umfrage, die zeigte, dass sich viele Mitarbeitende mehr Gesundheitsangebote wünschen. Daraufhin wurde das BGM in Ostbayern im Jahr 2024 verstärkt ausgebaut.
Erfolgreiche Zusammenarbeit und positive Zukunftsaussichten
Peter lobt besonders die offene Zusammenarbeit und den schnellen Informationsaustausch innerhalb der Johanniter: „In anderen Firmen gibt es bei wissenschaftlichen Arbeiten oft lange Freigabeprozesse. Die Kommunikation hier lief immer kurzfristig und unkompliziert.“
Die Handlungsempfehlungen aus seiner Bachelorarbeit werden nun geprüft und, soweit möglich, umgesetzt. Ramona Koller betont: „Wir freuen uns, junge Talente wie Stefan Peter in ihrem Werdegang zu unterstützen und beruflich zu fördern. Auch als Arbeitgeber profitieren wir davon, wenn sich Mitarbeitende gesehen und wertgeschätzt fühlen.“
Stefan Peter ist vor allem das familiäre Arbeitsumfeld und die sinnstiftende Tätigkeit bei den Johannitern wichtig: „Man sieht am Ende eines jeden Tages, was man erreicht hat, und unterstützt dabei noch hilfsbedürftige Menschen.“ Nach seinem abgeschlossenen Studium freut sich Stefan Peter darauf, wieder in Vollzeit im Sachgebiet Hausnotruf zu arbeiten und seine neuen Fertigkeiten in der Praxis anzuwenden.
Die Johanniter in Ostbayern
Der Regionalverband Ostbayern ist Teil der Johanniter-Unfall-Hilfe. Mit über 1900 hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an mehreren Standorten und Einrichtungen bieten die Johanniter zahlreiche soziale Dienstleistungen für die Menschen in der Region. Mit Kinder- und Jugendbetreuung, Hausnotruf, ambulanter Pflege, Menüservice, Ausbildung in Erster Hilfe, Patienten-Fahrdienst, Rettungsdienst, Tagespflege und vielen weiteren Angeboten sind die Johanniter in Ostbayern für die Menschen da. Dazu betreiben die Johanniter das Inklusionshotel INCLUDiO in Regensburg und sind mit dem Johannes-Hospiz in Pentling und dem Bruder-Gerhard-Hospiz in Schwandorf auch in der Hospizarbeit tätig. Insgesamt 600 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer engagieren sich in den sechs Johanniter-Ortsverbänden in Großköllnbach, Kelheim, Landshut, Regensburg, Schwandorf und Schwarzenfeld im Rettungsdienst, im Sanitätsdienst, in der Krisenintervention, in den Rettungshundestaffeln, bei den Hunden im Therapieeinsatz, in der Johanniter-Jugend und vielen weiteren Einsatzgebieten für die Menschen.