Landrat Thomas Karmasin zu Gast bei der Johanniter-Schulbegleitung
Am Dienstagnachmittag, 11. Februar, besuchte der Fürstenfeldbrucker Landrat Thomas Karmasin das Teamtreffen der Johanniter-Schulbegleiter in der Regionalgeschäftsstelle Puchheim.

Die Veranstaltung bot eine Gelegenheit zum direkten Austausch mit den Vertreterinnen und Vertretern der Johanniter aus dem Bereich Schule und Jugendhilfe sowie mit den mehr als 20 ehrenamtlichen Schulbegleiterinnen und Schulbegleitern, die sich mit großem Engagement für die individuelle Förderung der Kinder einsetzen.
Alexandra Reinhart, hauptamtliches Mitglied des Regionalvorstandes im Regionalverband Oberbayern, begrüßte den Landrat herzlich: „Wir wissen es sehr zu schätzen, dass sie sich die Zeit für uns nehmen“. Sie betonte die Bedeutung der Schulbegleitung: „Unsere Schulbegleiterinnen und Schulbegleiter leisten einen unschätzbaren Beitrag zur Inklusion und ermöglichen Kindern und Jugendlichen mit Unterstützungsbedarf eine gleichberechtigte Teilhabe am Bildungsalltag.“
Aus dem Bereich Schule- und Jugendhilfe waren anwesend:
- Melanie Ostermeyer, Sachgebietsleiterin für Schule und Jugendhilfe
- Tatiana Pillhofer, stellvertretende Sachgebietsleiterin für Schule und Jugendhilfe
Während der Versammlung tauschten sich die Anwesenden mit dem Landrat über aktuelle Herausforderungen, zukünftige Entwicklungen und die Bedeutung der Schulbegleitung für Kinder mit besonderen Bedürfnissen aus.
Alexandra Reinhart betonte, wie wichtig die finanzielle Unterstützung des Landkreises Fürstenfeldbruck für die Schulbegleitung ist: „Jeder investierte Euro in die Schulbegleitung zahlt sich langfristig aus – für die Kinder, ihre Familien und die gesamte Gesellschaft. Die Unterstützung heute legt die Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben morgen legt. Ohne diese Finanzierung hätten wir aktuell kaum Alternativen, um den Service in dieser Qualität aufrechtzuerhalten.“
Melanie Ostermeyer sagte in ihrem Vortrag, dass Kinder mit Unterstützungsbedarf die bestmögliche Förderung verdienen: „Nur so können sie sich in unsere Gesellschaft integrieren. Schulbegleitung ist dabei ein zentraler Baustein.“
Für sie ist es entscheidend, dass man jedem Kind die Unterstützung bietet, die es individuell braucht: „Manche Kinder benötigen etwa eine Eins-zu-Eins-Betreuung, beispielsweise bei epileptischen Anfällen, wo schnelle Reaktionen lebenswichtig sind.“
Thomas Karmasin zeigte sich beeindruckt vom Besuch und sagte: „Die Schulbegleitung der Johanniter ist ein wertvolles und notwendiges Angebot – das steht außer Frage. Doch die steigenden Kosten stellen uns als Landkreis vor große Herausforderungen. Wir müssen darüber sprechen, wie wir die Finanzierung langfristig tragfähig gestalten können, ohne die Unterstützung für Kinder und ihre Familien zu gefährden.“
Er betonte, dass es dabei nicht um reine Wirtschaftlichkeitsberechnungen gehe, denn „menschliches Wohlergehen lässt sich nicht in Euro und Cent messen.“ Ihm sei es wichtig, im Dialog mit den Johannitern zu bleiben: „Ich will die verschiedenen Perspektiven verstehen und gemeinsam nach Wegen suchen, die sowohl den individuellen Bedürfnissen der Kinder als auch den finanziellen Rahmenbedingungen gerecht werden.“
Das ist die Schul- und Individualbegleitung der Johanniter Oberbayern: Die Johanniter Oberbayern unterstützen Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigungen dabei, ihre Bildungschancen wahrzunehmen und am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Durch die Schul- und Individualbegleitung ermöglichen sie den Besuch von passenden Bildungseinrichtungen wie Kindergärten und Schulen – eine Aufgabe, die mit viel Herz und Fachkompetenz umgesetzt wird.
Für welche Kinder ist eine Individual- und Schulbetreuung sinnvoll? Für Kinder, Schülerinnen und Schüler mit seelischen oder geistigen Beeinträchtigungen, Behinderung im Autismus-Spektrum, schweren Mehrfachbehinderungen, Behinderung mit starker Kommunikationsstörung oder stark herausforderndem Verhalten.
___
Bildunterschrift: Landrat Thomas Karmasin wurde von Tatiana Pillhofer (stellvertretende Sachgebietsleiterin für Schule und Jugendhilfe, 1. v. l.), Melanie Ostermeyer (Sachgebietsleiterin für Schule und Jugendhilfe, 3. v. l.) und Alexandra Reinhart (hauptamtliches Mitglied des Regionalvorstandes im Regionalverband Oberbayern, 4. v. l.) begrüßt. Bildnachweis: Michael Raab, Johanniter Oberbayern.