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12.03.2025 | Regionalverband Mittelfranken

Warnsystem wird getestet

Bayernweiter Warntag - Regelmäßig wird in Deutschland das Warnsystem getestet.

Wie im Jahr 2021 im Ahrtal geschehen kann zum Beispiel Hochwasser in seiner Geschwindigkeit Menschen überraschen und in Gefahr bringen. Daher wurde das Warnsystem in Deutschland erweitert. Mittlerweile werden Besitzer von Mobilfunkgeräten über eine direkte Benachrichtigung auf dem Handybildschirm über eine kritische Situation informiert. Viele Mobilfunknutzerinnen und -nutzer haben bereits Apps wie NINA oder Katwarn auf ihren Geräten. Mit dem ergänzenden Einsatz von Cell Broadcast zusätzlich zu Sirenen, Warn-Apps oder Radiodurchsagen können so noch mehr Menschen erreicht werden.

Am 13. März 2025 findet ein bayernweiter Warntag statt. An diesem Aktionstag erproben in Bayern Land und Kommunen in einer gemeinsamen Übung gegen 11 Uhr ihre Warnmittel, wie zum Beispiel Sirenen oder auch Warn-Apps. Dadurch werden die technischen Abläufe im Fall einer Warnung und auch die Warnmittel selber auf ihre Funktion und auf mögliche Schwachstellen überprüft. 

Gerade bei Unwettern oder schweren Unfällen ist schnelle Hilfe geboten. Wenn Menschen über Gefahren informiert sind, können sie sich und andere schützen. „Je besser eine Gesellschaft vorbereitet ist, zum Beispiel auf ein Hochwasser oder bei einer Bombenentschärfung, umso besser können sich Helferinnen und Helfer um die vulnerablen Gruppen kümmern“, sagt Nadine Brantl, Pressesprecherin bei den Johannitern in Mittelfranken. „Das heißt konkret, wenn zum Beispiel bei einer Warnung zu Hochwasser niemand in den Keller geht, sondern sich viele Menschen auf höhere Standorte in Sicherheit bringen, werden weniger Menschen im schnell ansteigenden Wasser in ihren Kellern ertrinken.“ 

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenvorsorge hat einen Ratgeber für die Notfallvorsorge und das richtige Handeln in Notsituationen erstellt. Über die Internetseite www.bbk.bund.de ist dieser abrufbar. 

Im Katastrophen- und Bevölkerungsschutz steckt viel ehrenamtliches Engagement

In Bayern ist die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. mit mehr als 2000 Einsatzkräften und zwölf Rettungshundestaffeln im Katastrophen- und Bevölkerungsschutz aktiv. „Wir wissen aus der Praxis, wie hilfreich es ist, wenn Privatpersonen für den Ernstfall vorsorgen“, sagt Brantl. Sie weist zudem darauf hin, wie wichtig das Ehrenamt auch im Katastrophen- und Bevölkerungsschutz ist. „Der Katastrophenschutz würde ohne die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer nicht funktionieren“, betont Nadine Brantl. 

Im Jahr 2024 waren die Bevölkerungsschutzeinheiten der Johanniter bei zahlreichen Einsätzen gefordert. Besonders hervorzuheben ist der Einsatz beim Hochwasser in Süddeutschland. Im Rahmen des Hilfeleistungskontingents Mittelfranken rückten die Helfenden in Zusammenarbeit mit anderen Hilfsorganisationen aus. Die Kontingentsführung lag dabei in den Händen der mittelfränkischen Johanniter, was die hohe Kompetenz und Einsatzbereitschaft der Hilfsorganisation unterstreicht.

Neben der sanitätsdienstlichen Absicherung bei Bränden und der Verpflegung von Einsatzkräften, wie etwa bei Gefahrgutunfällen auf der Autobahn, standen auch diverse Übungen, Marsch- und Zielfahrten sowie Ausbildungstage auf dem Programm. Diese Aktivitäten sind essenziell, um die Einsatzbereitschaft der vielen ehrenamtlich Helfenden zu gewährleisten und kontinuierlich zu verbessern. Die Johanniter in Mittelfranken leisten damit einen unverzichtbaren Beitrag zum Schutz und zur Sicherheit der Menschen.

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.:

Die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. ist ein Werk des evangelischen Johanniterordens, dessen wichtigstes Anliegen seit Jahrhunderten die Hilfe von Mensch zu Mensch ist. Mit mehr als 31.000 Beschäftigten, 

46.000 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und rund 1,2 Millionen Fördermitgliedern ist die Johanniter-Unfall-Hilfe eine der größten deutschen Hilfsorganisationen. Zu ihren Aufgaben zählen seit ihrer Gründung neben dem Rettungs- und Sanitätsdienst auch Bevölkerungsschutz und Erste-Hilfe-Ausbildung. Hinzu kommen soziale Dienste für Kinder und Jugendliche, dazu zählen auch derzeit 618 Kindertagesstätten sowie die Betreuung und Pflege von älteren und kranken Menschen. Die Johanniter engagieren sich ebenso in der humanitären Hilfe im Ausland.

Im Landesverband Bayern der Johanniter arbeiten mehr als 5.000 Beschäftigte, fast 11.000 Menschen engagieren sich ehrenamtlich und mehr als 250.000 Fördermitglieder unterstützen die Organisation.