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12.03.2025 | Ev. Krankenhaus Bethesda Mönchengladbach

Vom Kampf gegen das Gewicht zur neuen Lebensqualität

Laura S. und PD Dr. Theodourou

Laura S. erfüllt sich nach enormer Gewichtsabnahme einen großen Traum

Drei Wochen ist es her, dass sich Laura S. einer Bauchdeckenstraffung unterzogen hat. Doch ihre Reise begann viel früher. "Ich war schon immer übergewichtig und kannte mich gar nicht anders", erinnert sie sich. Irgendwann kam der Punkt, an dem sie entschied: So kann es nicht weitergehen.

Mit eiserner Disziplin und Verzicht reduzierte sie ihr Gewicht innerhalb von eineinhalb Jahren von 110 auf 50 Kilogramm. "Ich habe einfach weniger gegessen und mich mehr bewegt", sagt sie stolz. Doch trotz des riesigen Erfolgs blieb ein Problem: die überschüssige Haut. Sie versteckte sich weiterhin unter weiter Kleidung und fühlte sich unwohl in ihrem Körper.

"Das hat mich immer beschäftigt, und ich habe mich geschämt", sagt Laura S. Deshalb entschied sie sich vor zwei Jahren, sich im Evangelischen Krankenhaus Bethesda der Johanniter bei Priv.-Doz. Dr. Panagiotis Theodorou über eine Bauchdeckenstraffung zu informieren. Mitte letzten Jahres folgte ein weiteres Beratungsgespräch. "So ein Eingriff ist keine Ad-hoc-Entscheidung", betont Dr. Theodorou. "Die Operation bedeutet, dass ein an sich gesunder Mensch erst einmal krank gemacht wird. Das will gut überlegt sein."

Doch für Laura S. war klar: Sie wollte diesen letzten Schritt gehen. Da die Krankenkasse die Kosten nicht übernahm, sparte sie die Summe selbst an. Mitte Februar war es dann soweit. "Es war ein optimaler Fall", sagt Dr. Theodorou. "Sie hat so gut abgenommen, dass sie nur noch einen minimalen Fettanteil hatte. Beste Voraussetzungen für die Straffungs-OP." Denn: je weniger Fettanteil, desto besser das Resultat und desto geringer das Risiko für Komplikationen.

Neben der optischen Verbesserung spielte auch eine medizinische Indikation eine Rolle. Die Hautfalten können ein Infektionsrisiko darstellen. Aufgrund der großen Menge an überschüssiger Haut wurde bei Laura S. ein kreuzförmiger Schnitt gesetzt. Sechs Wochen lang muss sie nun ein Kompressionsmieder und einen Bauchgurt tragen. "Das ist nicht angenehm, aber es lohnt sich", sagt sie.

Bereits jetzt spürt sie eine deutliche Verbesserung ihrer Lebensqualität. "Die OP war eine der besten Entscheidungen meines Lebens", sagt sie glücklich. Besonders freut sie sich auf einen Moment, den sie sich lange ersehnt hat: "Mit 34 Jahren werde ich mir meinen ersten Bikini kaufen."