07.05.2024 | Regionalverband Odenwald-Tauber

Amtseinführung in Wertheim

Anfang des Jahres wurde der ehemalige Kreisverband Main-Tauber zum Regionalverband Odenwald-Tauber ernannt. Vergangenen Freitag wurden Stefan Dosch und Professor Carsten Klomp nun in einem Festgottesdienst in Wertheim als Regionalvorstände eingeführt.

Die Stiftskirche in Wertheim ist an diesem Freitagnachmittag feierlich geschmückt, die Johanniter-Banner stehen vor den Eingangstüren bereit. Innen haben die FSJ-lerinnen des Bildungszentrums Wraps und Süßes vorbereitet für den Empfang. Man merkt gleich, dass es hier ein starkes Netzwerk gibt zwischen Ort, Kirche und Johanniter. Dekanin Wibke Klomp hält den Gottesdienst und wird später selbst als Regionalpfarrerin für den neuen Regionalverband eingesetzt. In der Kirche feiern Vertreterinnen und Vertreter aus Diakonie, Kirche und der Johanniterfamilie die Amtseinsetzung der beiden Vorstände. 
 
Eine der Stellen aus der Bibel, die vorgelesen wurde, ist die "Bergpredigt", in der Jesus Regeln für ein gutes Zusammenleben vorgibt. Dekanin Klomp führt aus: "Man könnte denken, das sind nur fromme und schöne Worte. Und ja, diese Worte müssen mit Leben gefüllt werden, so wie es die Johanniter tun." Die tägliche Arbeit der Johanniterinnen und Johanniter in der Pflege, in der Bildung, oder in Rettungsdienst und Kita sei eine tatkräftige Umsetzung der christlichen Botschaft. 

Tätigkeitsschwerpunkte des Regionalverbands sind die Aus-, Fort- und Weiterbildung in der Pflege sowie zwei Ambulante Pflegedienste. Der Regionalverband ist Träger einer staatlich anerkannten Berufsfachschule für Pflege (3-jährige Ausbildung Pflegefachmann/Pflegefachfrau) und einer staatlich anerkannten Altenpflegehilfe-Schule (1-jährige Ausbildung Altenpflegehelfer/in). Derzeit wird ein neues Bildungszentrum gebaut.

Nach der Segnung und Überreichung der Urkunden dankten die Landesvorstände Thomas Hanisch und Moritz Knappertsbusch den beiden Regionalvorständen für die erfolgreiche Arbeit und wünschten weiterhin gutes Gelingen. Die Gäste waren anschließend noch zur Baustellenparty in das neue Bildungszentrum Wertheim eingeladen.

Stefan Dosch machte nach dem Abitur Zivildienst im Rettungsdienst und Krankentransport und anschließend eine Ausbildung zum Krankenpfleger. Nach einigen Fort- und Weiterbildungen und einem Studium der Erziehungswissenschaft war er in mehreren Bildungseinrichtungen tätig. 2007 hatte Stefan Dosch zum ersten Mal Kontakt mit den Johannitern und war dann zwei Jahre lang Lehrer an der Altenpflegeschule in Wertheim. Da der Kontakt seitdem weiterbestand, bewarb er sich 2012 erfolgreich auf die Stelle als Schulleiter. 2017 wurde Stefan Dosch Kreisvorstand aufgrund des sich stetig wachsenden Aufgabenbereiches.   In seiner Zeit hat sich der Verband erfolgreich weiterentwickelt: Das Angebot an Ausbildungen wurde stark ausgebaut, zwei Ambulante Pflegedienste wurden gegründet sowie Hausnotruf angeboten. Auch die Zahl der Mitarbeitenden ist kontinuierlich gestiegen. Ein Schwerpunkt von Stefan Dosch ist das Knüpfen von tragfähigen Netzwerken in das Gemeinwesen hinein. Stefan Dosch ist verheiratet, wohnt in der Wertheimer Altstadt und hat 4 Kinder.

Carsten Klomps Verbindung zur Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. begann bereits in seiner Heimatstadt Herdecke/Ruhr, wo er als Schüler den ersten Kontakt zur Organisation hatte. Durch sein Engagement im Katastrophenschutz wurde er Teil der Johanniter-Familie. Nach seiner Ausbildung als Rettungssanitäter war er auch im Rettungsdienst tätig. Obwohl er nach dem Weggang aus seiner Heimatstadt den direkten Kontakt zur JUH verlor, führte ihn sein beruflicher Werdegang als Landeskantor der badischen Landeskirche in Freiburg zurück zum Johanniter-Orden. Er war zunächst Ehrenritter und später Rechtsritter. In dieser Funktion war Carsten Klomp über viele Jahre hinweg ehrenamtlicher Kurator des Johanniter-Seniorenheims in Waibstadt. Mit seinem Umzug nach Wertheim engagiert er sich nun als ehrenamtlicher Vorstand. Carsten Klomp ist mit Wibke Klomp verheiratet und hat zwei Kinder.

Die Landesvorstände Thomas Hanisch und Moritz Knappertsbusch dankten den beiden Regionalvorständen für die erfolgreiche Arbeit und wünschte den beiden Vorständen weiterhin gutes Gelingen.

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